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Die Mogelpackung Ökostrom?

Seit der Liberalisierung des Strommarktes ist die Zahl der Stromanbieter rapide gestiegen, mit dem Ergebnis, dass der Markt mittlerweile einem Anbieter- und Tarifdschungel gleicht: Regional sind teilweise über 200 Versorger verfügbar. Wer blickt da noch durch? – Wie gut, dass es ein allgemein verbindliches Kriterium gibt, das die Auswahl des Anbieters erleichtert: der Preis!

Günstige & “gute” Stromtarife
Aber mal im Ernst: Dank der guten Vergleichsmöglichkeiten mit Onlinetools ist es zum Glück recht leicht, die Anbieter nach weiteren Kriterien zu sortieren und den besten für sich auszuwählen. Immer wichtiger geworden ist die Frage, was sich hinter einem günstigen Angebot verbirgt – ist es denn auch ein gutes Angebot?

Wie mir geht es vielen Verbrauchern ja auch in anderen Bereichen darum, umweltbewusst zu konsumieren. Dazu gehören zum Beispiel ökologisch produzierte und Fair Trade gehandelte Lebensmittel. Auch bei Kleidung und Möbeln kann man auf entsprechende Herstellungsmethoden und Gütesiegel achten. Und bei Strom? Da ist es wichtig, dass er aus erneuerbaren Ressourcen stammt. In Deutschland bieten momentan über 700 Anbieter einen Ökotarif an, ein Gütesiegel tragen sie nicht. Wie umweltfreundlich ihre Tarife wirklich sind, testete die Stiftung Warentest deshalb in einem unabhängigen Vergleich von 19 Anbietern.

Ökostromanbieter im Test

  • Dabei prüfte die Stiftung zunächst die Bereitschaft der Ökostromanbieter, ihre Kraftwerke schneller als bisher auszubauen. 13 der 19 Anbieter konnten dies garantieren.
  • Ein weiteres Prüfkriterium war, ob die Anbieter ihre Kunden regelmäßig über neue Modernisierungsmöglichkeiten zum energieeffizienteren Wohnen informieren – zum Beispiel mit Hilfe so genannter Mini-Blockheizkraftwerke für den heimischen Keller.
  • Wichtig für eine positive Testbewertung war auch die Frage, ob den Kunden aktiver Mitwirkungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Bieten die Stromanbieter genossenschaftliche Beteiligungen an, sodass der Kunde praktisch Teilhaber werden kann, um den Ausbau erneuerbarer Energien gemeinsam mit dem Anbieter voranzutreiben? – Die Hälfte der Geprüften bekam hier die Schulnote gut, der Rest befriedigend.

Zum Schluss bewertete die Stiftung grundlegende Angebotskriterien wie Preis, Vertragslaufzeit und Preisgarantie. Hier galten dieselben Prüfkriterien wie bei gewöhnlichen Stromanbietern. Positiv wirkten sich möglichst kurze Vertragslaufzeiten aus, damit Kunden variabel auf bessere Angebote reagieren und rechtzeitig einen Tarifwechsel vornehmen können. Außerdem achteten die Tester auf das Kleingedruckte in den Verträgen, speziell bei Preisgarantien und deren Bindung. Hier schnitten die meisten Kandidaten mit einem “befriedigend” ab.

Eine wirkliche Mogelpackung unter den “grünen” Anbietern entdeckte Stiftung Warentest zum Glück nicht!

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