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Heimwerkertipps

8 Tipps zum Fußleisten anbringen & befestigen

Beim Vorrichten des Flurs im Obergeschoss habe ich seit langem die ersten Fußleisten gewechselt. Sie hatten ein paar kleine Schadstellen durch das Herumrücken von Möbeln und waren von mir damals nicht professionell angebracht worden: Es gab ein paar Nahtstellen zu viel und manche Ecken passten nicht so hundertprozentig.

Alte Fußleisten entfernen
Also schraubte ich die Vollholzleisten vor dem Tapezieren ab. Dort, wo sich nichts mehr rührte, setzte ich mit der Brechstange an (Oberkante der Leiste), klemmte ein Holzstück zwischen die Biegung der Stange und die Wand und hebelte das Leistenstück ruckweise locker. Um die Leiste nicht zu brechen, empfehle ich, an zwei oder drei Stellen immer nach und nach ein Stück locker zu drücken. Die alten Leisten kann man zum Teil noch als Feuerholz verwenden. Eine Bekannte hat mir aber einige Stücke abgenommen, weil sie daraus Bilderrahmen bastelt.

Befestigungsarten – Vor- & Nachteile
Das Befestigen neuer Fußleisten kann auf unterschiedliche Weise erfolgen – je nachdem, aus welchem Material sie bestehen und in welchem Zustand der Untergrund, also die jeweilige Wand, ist.

  1. Das Ankleben von Fußleisten mit Polymerkleber oder Silikon ist mit Holz- und Kunststoffleisten möglich. Der Untergrund kann glatt oder rau sein, das spielt keine Rolle. Allerdings solltet Ihr beachten, ob beim späteren Lockern der Leisten Teile vom Putz, von Tapeten oder Wandverkleidungen eventuell abgerissen werden könnten. Eine Trockenbauwand ist ebenfalls heikel. Ich würde sie nicht bekleben!
  2. Geschraubte Leisten lassen sich kontrolliert entfernen, da sie weniger Befestigungspunkte als geklebte Leisten haben. Der Untergrund kann ruhig instabil sein (Tapete, lockerer Putz, Trockenbau), ohne, dass beim Befestigen oder späteren Entfernen Schäden entstehen. Mit Hilfe der Schrauben kann man sauber punktuell arbeiten. Die Haltbarkeit ist etwas höher einzustufen als bei geklebten Leisten. Der Nachteil beim Schrauben: Es muss gebohrt werden. Und falls Leitungen im Sockelbereich verlaufen, ist dies lieber zu vermeiden.
  3. Während man beim Schrauben und Ankleben von Leisten auch geringe Unebenheiten an Wänden ausgleichen kann, ist dies mit Clip-Systemen schwieriger. Sobald Spannungen auftreten, wird diese Befestigungsvariante unsicher. Die Befestigungspunkte befinden sich im Boden und die Leisten werden in eine Art Führung gesteckt. Bei einigen Systemen werden Eckteile angeboten, die das Zuschneiden von Gehrungen überflüssig machen.
  4. Weich-, Teppich-, Renovierungs- und Kabelsockelleisten aus PVC-Elementen sind selbstklebend und passen sich dem Wandverlauf problemlos an. Allerdings kennt man sie eher aus gewerblichen Räumen – im privaten Wohnbereich würde ich sie nicht verwenden.

Sauber befestigen

  1. Beim Anbringen von Vollholz- und kunstoffummantelten MDF-Sockelleisten ist darauf zu achten, mit möglichst wenig Stücken auszukommen, damit sich die Naht- bzw. Übergangsstellen in Grenzen halten. Diese passen meist nicht ganz 1 zu 1 aufeinander und fallen dadurch unschön ins Auge. Gehrungen werden bei profilierten Leisten am besten mit der Laubsäge ausgesägt, damit die Übergänge passen.
  2. Außerdem solltet Ihr bei einem Tausch von verschraubten Leisten auch die neuen Leisten wieder in die alten Befestigungspunkte (eventuell Wanddübel) schrauben, um keine neuen Löcher in die Wand bohren zu müssen. Falls die Leisten unter einer Putzkante verlaufen, weil die Wand neu verputzt wurde, und sie somit nicht mehr mit der Wand abschließen, kann man sie mit dünnen Holzleisten „unterfüttern“, sodass sie hervortreten.
  3. Denkt bei Vollholzleisten auch daran, die Rückseite mit Holzschutz (z.B. Bienenwachs) einzustreichen, damit sie auch von der Wandseite her gegen Feuchtigkeit geschützt sind.
  4. Wer die Schraublöcher verdecken möchte, kann sie mit Weichwachs (weiße Leisten) oder Holzkitt abdecken.

Habt Ihr eigene Tipps? Vielleicht könnt Ihr von Erfahrungen mit Clips-Systemen berichten? Diese sind ja durchaus etwas umstritten …

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