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Bautipps

Streifenfundament selber machen & richtig erstellen – Bautipps

Immer wenn ein Gartenbau etwas stabiler stehen soll, kann er nicht schlichtweg hingestellt werden. Auch die schnelle Verankerung mit Bodenankern, selbst wenn Ihr die Bodenanker einbetoniert, macht z. B. besorgte Mütter nicht froh, deren Kinder einer Gartenschaukel kräftig zusetzen.

Ob Gartenhaus oder Spielturm, Outdoorküche, Hauswindkraftanlage oder Carport – ein ordentliches Fundament sorgt nicht nur für Standfestigkeit, sondern auch für lange Haltbarkeit. Mit ein wenig Geschick könnt Ihr ein Streifenfundament selber machen.

Streifenfundamente selbst erstellen
Jedes frostsichere Streifenfundament muss mindestens 80 Zentimeter tief werden, wenn bei Euch eine sehr strenge Witterung herrscht, vielleicht auch tiefer (das könnt Ihr bei entsprechendem Verdacht bei einem örtlichen Betonbauunternehmen erfragen). Nur so verhindert Ihr, dass Temperaturunterschiede und Frost den fertigen Beton oder Teile davon zum Platzen bringen.

Ihr braucht immer dann ein Streifenfundament, wenn Ihr tragende Elemente auf das Fundament stellen wollt. Ein Streifenfundament kommt also unter tragende Wände und unter Stützen, die einiges aushalten sollen.

Die richtige Stärke eines Streifenfundaments

  • Wenn das Streifenfundament mit einer Bodenplatte gekoppelt werden soll, reicht für diese eine Stärke von ungefähr zehn Zentimetern völlig aus, für die Bodenplatte braucht Ihr also nicht sehr viel Armierungsmaterial. Damit sie trotzdem sehr stabil wird, solltet Ihr in diesem Fall Streifenfundament und Bodenplatte in einem Stück gießen. Dann kann auch an den Übergängen später keine Feuchtigkeit eindringen, die bei Frost wieder Probleme mit sich bringen könnte.
  • Ihr hebt zuerst den Boden über die gesamte Fläche des späteren Fundaments etwa 20 Zentimeter tief aus. Wo später die tragenden Teile ruhen sollen, buddelt Ihr mindestens 60 cm tiefer (frostsichere Tiefe), je nach Stärke der darüberliegenden Stütze oder Wand wird der Graben mindestens 30 Zentimeter breit.

Streifenfundament anlegen & schalen
Wenn der Boden bei Euch schön fest und lehmig ist, könnt Ihr den Graben einfach mit dem Spaten ausheben und so lassen. Wenn die Erde sehr locker ist, solltet Ihr eine einfache Schalung erstellen, sonst könnte die Sandwand einstürzen, wenn Ihr den Beton hineingießt, Beton mit viel Erde darin wird nicht lange halten.

Die Schalung könnt Ihr dann aus preiswerten Spanplatten oder OSB-Platten anfertigen, die Stärke der Platten müsst Ihr dann beim Buddeln des Grabens natürlich dazurechnen. Zwischen diese Platten steckt Ihr in Abständen von etwas einem halben Meter jeweils quer ein Kantholz, damit sie schön am Rand stehen bleiben.

Wenn Ihr es einfacher haben wollt und dafür auch gerne ein wenig Geld ausgebt, könnt Ihr Fundament-Formteile aus EPS (expandiertes Polysterol) kaufen und einbringen. Sie werden einfach in die Gruben gestellt und bleiben als Isolierung im Fundament.

Weitere Vorbereitungen

  • Nun könnt Ihr die Sauberschicht aus ca. 10 cm Kies auf die Fläche der Bodenplatte und in den Graben verteilen, diese Schüttung wird anschließend mit einem Flächenrüttler verdichtet und mit einer PE-Folie abgedeckt.
  • Wenn Ihr ein Bauwerk darüberstellen wollt, das nur eine geringe Belastung bedeutet, wie eine niedrige Mauer oder eine Gartenhütte, braucht Ihr in das Streifenfundament keine Armierung einbringen. Die Bodenplatte wird mit überlappenden Stahlmatten armiert.

Den Beton einbringen
Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, könnt Ihr den Beton verteilen:

  • Meist ist eine Körnung 0/16 angemessen, der Beton sollte möglichst gleichmäßig verteilt werden. Damit das Fundament stabil wird, müsst Ihr den Beton wieder verdichten, entweder händisch mit einem Kantholz, das ihr nebeneinander kurz auf den Beton stampft, die oberste Betonschicht wird dann zusätzlich mit einer Kelle gut durchgerüttelt.
  • Wenn Euer Fundament schon etwas größer ist, könnt Ihr Euch auch einen professionellen Rüttler ausleihen, der verdichtet natürlich noch besser.

Zum Schluss: Nivellieren
Wenn das geschafft ist, müsst Ihr die Oberfläche noch sauber nivellieren bzw. glatt ziehen. Wenn Ihr im Sommer bei hohen Temperaturen betoniert, solltet Ihr den Beton während der Trockenzeit gelegentlich mit etwas Wasser besprühen, so trocknet er nicht zu schnell, was ihn zum Reißen bringen könnte.

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