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Heimwerkertipps

Einrichtungsideen Jugendzimmer: 6 originelle Vorschläge & Tipps

Eine Freundin möchte das Zimmer ihrer Tochter Katharina umgestalten. Sie kommt jetzt bald ins Gymnasium, vorher soll ein völlig neuer Look für ihr leider etwas kleines Zimmer her. Ich durfte mit der Zehnjährigen gemeinsam die neue Ausstattung beraten, weil ihre Mutter bis über beide Ohren in Arbeit steckt:

Ein Jugendzimmer neu einrichten
1. Kreativität soll laut Katharina Trumpf im neuen Zimmer sein, so sehen es übrigens auch die Einrichtungsexperten, wenn es um Jugendzimmer geht. Kreativität lässt sich sehr gut durch die Auswahl besonderer Farben ausdrücken, wobei man sich am besten auf zwei oder drei Grundfarben beschränken sollte. Die Grundfarbe wird bei Katharina Weiß, für die Akzente hat sie erst an Pink und Apricot gedacht, sich aber dann von mir und einigen Farbkarten doch zu Meeresblau und Mint überzeugen lassen. Diese Töne gehören auch zu den momentanen Trendfarben. Jungen wählen meist kräftige Töne, gerne auch etwas dunklere – dann solltet Ihr allerdings auf ausreichende Beleuchtung achten!

  1. Katharina bekommt ein kleines Budget für ihr Zimmer zur Verfügung gestellt, aber kein Vermögen, das können sich ihre Eltern nicht leisten. Sie hat schon angedeutet, dass sie ihre Naturholzmöbel nicht mehr sehen kann. Kein Problem! Sie bekommt keine neue Ausstattung, sondern wir werden einfach eifrig Möbel lackieren.
  2. Der Raum ist nicht sehr groß, der größte Platzräuber ist das Bett, bei Katharina besteht der Raum eigentlich fast nur aus Bett und Schreibtisch. Da der Vater Bauwillen angekündigt hat, werde ich ihr vorschlagen, ein Hochbett in die dafür geeignete Ecke zu bauen, darunter entsteht ein kleiner neuer Raum. Wenn sie den Schreibtisch unter das Hochbett stellen möchte, wird der gesamte Raum vor dem Fenster frei für eine Sitzecke. Dann müssen wir natürlich den Schreibtisch richtig ausleuchten. Er liegt ja dann ziemlich im Dunklen, auf jeden Fall müsste wohl eine Tageslichtleuchte her.

Ideen mit Podest, Spiegel und Bildern

  1. Wenn der Raum zu niedrig für ein Hochbett ist, kann ein Podest mehr Platz schaffen, das den Raum ebenfalls in zwei Bereiche teilt. Unten im Podest werden große Schubladen eingebaut, eine solche Schublade kann sogar das Bett enthalten, dann ist oben auf dem Podest Platz für einen Arbeitsbereich. Dieser Arbeitsbereich kann aber auch in den unteren Teil des Raumes gebaut werden, dann ist oben auf dem Podest Raum für eine Kuschelecke. Wenn hier ein Schlafsofa seinen Platz findet, gibt es auf dem Podest Sitzecke und Bett in einem. Das Bettzeug kommt dann in die Schublade im Podest.
  2. Zumindest optisch für mehr Platz sorgen helle Farben und Spiegel. Deshalb hat sich Katharina dafür entschieden, die Möbel weiß zu streichen – nebenbei lässt diese Farbe auch schwere Möbel elegant wirken. Bei Ikea gibt es für 7,- Euro einen Spiegel mit schmalem Holzrahmen, der fast 100 cm x 40 cm groß ist. Davon werden wir einige im Zimmer verteilen (die Rahmen werden natürlich lackiert).
  3. Jetzt braucht Katharina noch eine Bilderleiste, um wechselnde Bilder an die Wand zu hängen, und jede Menge textile Accessoires. Wohl jede Bilderleiste der Welt gibt es bei der Firma Ramendo e.K. in 91541 Rothenburg ob der Tauber und ihrem www.rahmen-shop.de. Hier werden wir stöbern gehen. Mit der Beschaffung von Bildern hat Katharina keine Probleme, sie hat gesehen, dass in Kleinanzeigen mitunter ganze Posten von Filmplakaten für wenig Geld verkauft werden. Ich werde ihr zeigen, wie man Kissenbezüge näht, schöne Stoffreste in verschiedenen Mint- und Blautönen wird sie sich über eBay besorgen. Eine leuchtend hellblaue Fleecedecke gibt es für unter 2,- Euro bei Ikea, da werden wir gleich mehrere kaufen.

So geht’s weiter
Katharina will den Schreibtisch auf jeden Fall unter dem Hochbett haben, dann “habe sie ein richtiges kleines Arbeitszimmer”. Ansonsten beweist ihr Konzept für das neue Zimmer auf jeden Fall Geschmack: Die Möbel werden alle weiß gestrichen, das Sofa bekommt eine dunkelgraue Husse (weiß wäre zu unpraktisch), die Accessoires bringen Charakter in den Raum. Wenn ihr die Meertöne langweilig werden, ist der Farbeindruck des Zimmers durch neue Bezüge für die Textilien und neue Bilder an der Wand relativ schnell zu ändern. Und vor allem kann sie viel selber machen, sie hat nämlich gerade von mir eine Nähmaschine zum Geburtstag bekommen, mit der sie unter meiner Anleitung schon einiges genäht hat.

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