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Gartenideen

Anbaupergola – 9 Tipps zum selber Bauen

Vor dem Haus ist wohl der angenehmste Platz, im Garten zu sitzen. Ihr sitzt im Freien, aber die Sonnencreme oder der wärmende Pullover ist schnell aus dem Haus geholt. Die Küche ist in der Nähe, der Aufwand hält sich also in Grenzen, wenn Ihr im Freien speisen möchtet. Ein Dach über dem Kopf sollte schon sein, sonst verwandelt jeder kleine Schauer den Aufenthalt im Freien in ein Desaster. Aber nicht jeder möchte mit großem Aufwand einen kompletten Wintergarten vor sein Haus bauen.

Was ist eine Anbaupergola?
Gibt es nicht einfachere Möglichkeiten, wie man sich einen überdachten Sitzplatz vor dem Haus schaffen kann? – Natürlich gibt es die, Ihr könntet Euch z. B. eine Anbaupergola selber bauen.

Je nachdem, wie man den Begriff “Pergola” interpretiert, der in direkter Übersetzung des lateinischen “pergula” nichts anderes als Vorbau oder Anbau bedeutet, geht es im Grundsatz einfach darum, etwas vor das Haus zu stellen, unter dem man geschützt sitzen kann. Ohne Regen auf den Kopf oder auf die Tafel zu bekommen und ohne derart in der vollen Sonne zu braten, dass Euer Dermatologe beginnt, sich gute Gewinne auszurechnen.

Früher wurde der Begriff nur für den Säulengang verwendet, der den Übergang von Haus zu Terrasse überdachte, heute bezeichnet er das ganze überdachende Konstrukt.

Eine Anbaupergola aufstellen
Die einfachste Art, eine Anbaupergola zu bauen, ist eine Konstruktion aus vier Holzständern, auf denen ein umlaufender Rahmen aus Holz ruht. Die hinteren beiden Ständer müssen höher sein als die vorderen, damit die Abdeckung das Wasser nach vorne ablaufen lässt. Ob vier Ständer ausreichen, kommt natürlich auf die Größe der Anbaupergola an.

  1. Ihr messt zuerst den Platz für Eure Pergola genau aus, dann könnt Ihr berechnen, wie viel tragende Pfosten eingesetzt werden sollten. Zwischen zwei senkrechten Pfosten könnt Ihr einen Abstand von 1,5 bis 3 m planen – je nachdem, woraus das Dach später bestehen soll. Ebenso sieht es mit der Stärke der Pfosten aus, bei leichteren Abdeckungen reichen 10 cm, bei einer Bedeckung mit Sicherheitsglas müsst Ihr Euch beim Glaser nach den Erfordernissen des statischen Unterbaus erkundigen.
  2. Auf jeden Fall ist konstruktiver Holzschutz erforderlich, die Anbaupergola sitzt ja im Außenbereich. Ihr müsst also Balken aus dem richtigen Holz kaufen: Hartholz (zertifiziert, sonst kommt es vielleicht aus Raubbau) oder kesseldruckimprägniertes Holz. Achtet auf den richtigen Schutz, besonders in dem Bereich, in dem das Holz Kontakt mit dem Boden hat. Die Befestigung im Boden erfolgt je nach statischer Belastung in einem Betonfundament und/oder mit Pfostenankern, die als metallene Schuhe das Holz auch vor Feuchtigkeit schützen.

Optional: Die Pergola überdachen
Eine Pergola, die aus Balken mit einem Rahmen obendrauf besteht, kann zunächst mit einer Abdeckung aus Doppelstegplatten aus Kunststoff oder Plexiglasplatten versehen werden.

  1. Die Platten werden längs vom Haus weg verlegt, wegen des Regenablaufs. Eine solche Abdeckung kann natürlich auch mit Sicherheitsglas vorgenommen werden, wenn Ihr keinen Kunststoff über Eurem Kopf sehen möchtet. Das erfordert aber einen erheblich größeren Aufwand im Hinblick auf die statische Planung und die Befestigung.
  2. Die nächste Möglichkeit ist die Abdeckung mit einem Metallgitter, das anschließend mit einer leichten, durchsichtigen Plane bedeckt wird.
  3. Zwischen die Rahmenhölzer eines einfachen rechtwinkligen Vorbaus könnt Ihr auch einen speziellen Bausatz mit Seilspanntechnik montieren, der eine Abdeckung der Pergola mit einem Sonnensegel erlaubt, dass einfach bei Bedarf zugezogen wird. Dazu wird eine patentierte Seilspanntechnik eingesetzt, die es erlaubt, zwei Edelstahlseile direkt zwischen zwei Trägern parallel zu spannen. Ein solches Abspannsystem gibt es ab rund 37,- € bei der Peddy Shield Sonnenschutzsysteme GmbH aus 51377 Leverkusen, www.peddy-shield.de. Die passenden Sonnensegel könnt Ihr ebenfalls dort beziehen.

Bausätze für Anbaupergolas
Wer dieses Grundgerüst lieber nicht selbst bauen möchte, sondern seinen Heimwerkeranteil lieber auf die korrekte Befestigung an der Hauswand beschränken will, kann sich das fertige Konstrukt einer Anbaupergola kaufen. Es besteht z. B. aus pulverbeschichtetem Stahl, wird an einer Hauswand befestigt und bietet Euch dann unter einem Dach aus Regen abweisenden Polyesterplanen ein lauschiges Plätzchen.

  • Eine installationsfertige Anbaupergola mit 2,15 m Höhe, einer Länge von 4 m und einer Tiefe von 2,9 m kostet etwa 300,- € und wird z. B. über Amazon (www.amazon.de) verkauft.
  • Wenn Ihr Euch nicht entscheiden wollt, ob die Anbaupergola immer vor dem Haus stehen soll oder vielleicht auch einmal mitten im Garten, könnt Ihr eine interessante schlichte Eisenkonstruktion erwerben, die beides ermöglicht. Sie besteht aus einem verzierten Rahmen aus schwarz lackiertem pulverbeschichtetem Eisen, hat ein Dach aus hellem Textilgewebe aus 100 % Polyester und ist 2,95 x 3 Meter groß und 2,65 hoch. Diese variable Anbaupergola ist für 230,- € bei der Prämie Direkt GmbH aus 22877 Wedel unter www.der-bessershop.de erhältlich.

Tipp zum Schluss
Beim fertig gekauften Grundgerüst und bei der verstellbaren Anbaupergola kommt es beim Einsatz am Haus darauf an, dass Ihr eine gute Lösung für den Übergang direkt an der Hauswand erdenkt, damit durch die Lücke zwischen Gestell und Haus nicht dauernd Feuchtigkeit herunterkommt. Manchmal kann ein Streifen Plane direkt an der Fassade befestigt werden, manchmal muss eine dazwischen konstruierte Regenrinne diese Schutzaufgabe übernehmen.

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