// Du liest ...

Heimwerkertipps

Garagendach abdichten – worauf achten?

Unser Garagendach hat im Winter irgendwie gelitten. Es ist mit Teerpappe eingedeckt und beim Tauwetter Ende Februar haben wir festgestellt, dass es ein wenig durchtröpfelte.

Wir haben umgehend bei einer örtlichen Firma angefragt, was das Abdichten kosten würde. Sie wollte für die 24 Quadratmeter gut 700 Euro. Es hätten wohl alle Verklebungen kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden müssen, womit zwei Mann eine ganze Weile zu tun gehabt hätten. Auf jeden Fall hatten wir inzwischen mit mehreren Freunden und Nachbarn gesprochen. Einer erzählte uns von einer Dichtmasse, die er verwendet habe, als er sein Dach im letzten Herbst fit für die nasse Jahreszeit machte. Er meinte, dass wir es mit dem Mittel auf jeden Fall auch hinbekommen würden.

Abdichten ohne Vorbehandlung
Diese Masse nennt sich Flachdachdicht und wird einfach mit einer Beschichtungswalze aufgetragen. Diese kann man mitbestellen, nach dem Gebrauch ist sie aber schlecht zu reinigen, wird also entsorgt. Der große Vorteil an der Masse ist, dass sie ohne Vorbehandlung auf fast allen Untergründen haftet – darunter auch Dachpappe. Um sicher zu gehen, fragten wir bei unserem Nachbarn nach. Unser Dach hat nämlich etwas mehr Neigung. Aber er gab uns bedenkenlos grünes Licht.

Also haben wir uns die Dichtmasse besorgt. Sie wurde als flüssige Masse in einem Eimer fertig zum Gebrauch nach Hause geliefert. Dazu zwei Beschichtungsrollen, weil man für jede Beschichtung eine braucht – in der Zwischenzeit muss die Masse nämlich sechs Stunden trocknen, dann ist leider auch die Rolle hart. Das Ganze war nicht sehr preiswert, so um 20 Euro pro Quadratmeter. Zum Glück konnten wir noch einen Rest vom Nachbarn mit verarbeiten.

Effektiv gegen Feuchtigkeit
Dann haben wir eine Periode mit gutem Wetter abgewartet, im Dach war ja Feuchtigkeit, davon wollten wir so viel wie möglich noch durch die Sonne wegtrocknen lassen. Übertreiben muss man es nicht: Wenn noch ein Rest Feuchtigkeit bleibt, macht das nichts, da der Dichtstoff wasserdicht und diffusionsoffen ist. Er trocknet die restliche Feuchtigkeit einfach weg. Sie wird also nicht eingeschlossen. Die Gefahr des Moderns besteht nicht.

Anschließend ging es ans Beschichten. Es war wirklich ganz einfach: Wir mussten die Masse mit der Rolle aufbringen, sechs Stunden trocknen lassen und zum Schluss noch einmal auftragen. Schön ist auch, dass die Masse sehr UV-beständig ist, wir mussten also nicht Kies oder Ähnlichem abdecken.

Themen mit ähnlichen Schwerpunkten

  1. Werkzeugkasten: Kunststoff eine gute Wahl? – 5 Tipps zum Kauf

Eure Kommentare

1 Kommentar zu “Garagendach abdichten – worauf achten?”

  1. Ein sehr informativer Beitrag mit tollen Tipps, die ich definitiv im nächsten Jahr beachten sollte.

    Geschrieben von Marian | 22/11/2012, 20:57

Post a comment